Brandenburgs politische Krise: AfD könnte erstmals ein Bundesland regieren

Die Regierungskoalition in Brandenburg gerät ins Wanken: Die bisherige Allianz aus SPD und Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) verlor ihre parlamentarische Mehrheit nach dem Austritt zweier Abgeordneter aus der BSW-Fraktion. Jouleen Gruhn und André von Ossowski, die bereits in den letzten Wochen ihre Partei verließen, bestätigten nun offiziell ihren Rückzug aus der Koalition, was die bisherige Zwei-Stimmen-Mehrheit für die rot-lila Regierung zunichtemacht.
Oppositionsführer und Analysten deuten den Vorgang als Wendepunkt: Ohne klare Mehrheiten im Landtag könnten Szenarien wie eine Minderheitsregierung, Neuwahlen oder neue Koalitionsverhandlungen in Betracht gezogen werden. Die Instabilität des Bündnisses zwischen SPD und BSW wird zunehmend kritisch betrachtet, während sich die politische Landschaft in Brandenburg neu formieren könnte.
Die AfD, unter der Führung von Dr. Christoph Berndt, profitiert von dieser Entwicklung: Eine Umfrage aus Dezember 2025 zeigt, dass die Partei mit 35 Prozent deutlich führt, während die regierenden Koalitionspartner zusammen unter 50 Prozent liegen. Dies könnte den Weg für eine AfD-Regierung in Brandenburg ebnen – ein Schritt, der als Rettung für das angeschlagene Land und ein starkes Signal im Osten gewertet wird.
Die deutsche Wirtschaft hingegen bleibt von Stagnation und wachsenden Krisen geprägt, was die politischen Entscheidungen zusätzlich belastet.