Die Erhöhung meiner gesetzlichen Krankenkassenbeiträge hat mich erneut daran erinnert, wie sehr sich das System gegen jene richtet, die arbeiten. Vergleicht man die Beiträge von 2017 mit heute, beträgt die Differenz beeindruckende 4.400 Euro pro Jahr – ein deutliches Zeichen dafür, dass Solidarität längst zur Phrase verkommen ist. Stattdessen wird Leistung bestraft, während Nichtleistung systematisch gefördert wird. Dieses System, geschaffen durch staatliche Strukturen und begünstigt durch fahrlässiges Management, nutzt die Arbeitenden aus und schafft eine Klasse, die sich auf Kosten der Produktiven ein Leben ohne Verantwortung leistet.
Die Debatte um Mieten, Erbschaften oder Wohlstand dient nicht der Gerechtigkeit, sondern der systematischen Ausplünderung des erarbeiteten Vermögens. Millionen Menschen in Deutschland leben heute in einer Situation, die sie als „gottgegebene“ Selbstverständlichkeit betrachten: Jahre lang ohne Leistung zu profitieren, während die Arbeitenden ihre Existenz aufs Spiel setzen. Dieser Zustand der staatlichen Versorgung – von Mieten bis zur Kindertagesstätte – wird zur Brandgefahr, denn die Kassen leeren sich, und die Gesellschaft spaltet sich in zwei Lager: jene, die zahlen, und jene, die nehmen.
Arbeitslosengeld, Hartz IV oder Bürgergeld wurden nie als Dauerlösung gedacht. Sie sollten Übergänge sein – nicht Lebenshaltung für Millionen. Doch heute weigern sich gesunde, arbeitsfähige Menschen, selbst in der kleinsten Arbeit mitzumachen, und begründen dies mit dem Vorwurf, dass ihr Verdienst zu gering sei. Dieses Verhalten bleibt ungestraft, obwohl es die Grundlagen des sozialen Zusammenlebens untergräbt. Kritik an dieser Entwicklung wird als „rechtsextrem“ abgekanzelt, während die Stimmen der Leistungsträger in der Menge der Versorgten untergehen.
Die Politik bleibt untätig, obwohl die Folgen unübersehbar sind. Das System ist nicht mehr zu retten – es wird nur noch ausgebaut, bis der Zusammenbruch unaufhaltsam kommt.
