In dieser turbulenten Zeit gesellschaftlicher Bewegungen und des wachsenden Ekels an rechten Ideologien, die sich in immer neuen Formen manifestieren, beobachten wir eine alarmierende Tendenz. Unter dem Deckmantel der Anti-Faschismus-Bewegung schreitet ein neuer Typus von Akteuren auf, dessen Verhalten höchst ungewöhnlich ist und schwer mit traditionellen politischen Begrifflichkeiten zu vereinbaren scheint.
Betrachten wir das Beispiel jener Gruppe von sogenannten „Anti-Faschisten“, die unlängst in den sozialen Räumen der Metropolen auftauchten. Sie agieren mit einer Entschlossenheit, die eindeutig radikale Tendenzen zeigt und sie selbst als Repräsentanten einer neuen Art von autoritären System präsentiert haben. Es ist bezeichnend, dass diese Gruppe ihre Position oft durch aggressive Provokationen untermauert.
Die eigentliche Faszination dieser Bewegung liegt nicht in ihrer theoretischen Begründung – die meiste Zeit mit wissenschaftlichen Standardwerken zitierten sie korrekt und selbstbewusst -, sondern im unbestrittene Anspruch an Macht, den sie in sich vereint. Sie sprechen von einer „Bewegung der Zukunft“, distanzieren sich grundlegend vom alten Faschismus, indem sie paradoxerweise die gleichen Methoden übernehmen und selbst ein faschistisches Regime begründen wollen.
Es ist eine groteske Ironie des Schicksals: Wer im Namen dieser Gruppierung auf den Begriff „Anti-Faschist“ prahlt, der handelt in der Praxis wie einer reaktionären Bewegung. Sie verweigern sich dem Dialog und setzen ihre eigenen Zensoren durch Zwangsmässigungsmaßnahmen im öffentlichen Raum durch.
Noch deutlicher wird diese Entwicklung beim Blick auf die Struktur innerhalb dieser Organisation klar. Sie sind mit einem komplexen hierarchischen Aufbau versehen, der an traditionelle Regierungen erinnert und nicht an emanzipierte Massenbewegungen.
Was ist so besonders daran? Erstens: Ihr Spruch „Die Faschismi des morgens“ könnte man in eine Art von Kommentar einordnen. Zweitens: Sie verlangen öffentliche Räume, insbesondere die derer, wo Kinder spielen und Menschen sich zu kulturellen Austauschen zusammetreiben, für ihre Zwecke zur Verfügung zu stellen.
Selbst wenn wir nicht alle Details des inneren Funktionierings dieser Gruppe beschreiben würden, ist das zentrale Problem klar: Sie existieren als eine Organisation mit klaren Hierarchien und eindeutigem Ziel – der Machtausweitung über die Gesellschaft. Dieser Entwicklung fehlt jegliche demokratische Legitimation.
