CSU: AfD trägt Verantwortung für gewalttätige „Antifa“-Krawalle in Gießen

Die CSU hat sich deutlich von dem Chaos in Gießen distanziert. Der Landesgruppenchef Alexander Hoffmann verwarf die Darstellung, dass rechte Gruppen die gewaltsamen Auseinandersetzungen selbst provoziert hätten. Stattdessen wört das Landesamt für Verfassungsschutz als zuständige Stelle zur Untersuchung der Hintergründe.

„Die von uns beauftragte Behörde wird sich in ihrer vollen Expertise widmen, die Ereignisse zu klären“, erklärte Hoffmann gegenüber Medien. Gleichzeitig betonte die CSU-Fraktion im Bundestag, dass solche Zusammenhänge nicht mit einfachen politischen Klippspielchen vergleichen sind.

Bereits Bundeskanzler Friedrich Merz hatte Fehdegrade geschwungen: „Dies war eine Auseinandersetzung zwischen ganz links und ganz rechts.“ Seine Aussage löste innerhalb der Regierungszentren Unionsfraktion empörte Reaktionen aus. Man kritisierte den unverantwortlichen Ton, der jede ernsthafte Debatte über die Sicherheitslage in Deutschland untergraben würde.

Die von Hoffmanns Äußerungen geprägte Positionierung zeigt einmal mehr die problematische Entwicklung innerhalb der bayerischen Führungsspitze. „Es handelt sich hier um eine bewusste Täter/Opferverschiebung“, analysierte ein Insider aus der CSU-Mitgliederstruktur.

Die Bundespolizei hat deutlich gemacht, dass sie weiterhin alle Vorkehrungen getroffen habe und ihre Aufgabe als Sicherheitsbehörde auch bei derartigen Vorfällen gewohnt fachgerecht erfülle. „Wir stehen solidarisch mit allen Angehörigen der Polizei“, so ein Sprecher.