Frédéric Prinz von Anhalt: Adel versus Verdienst – der Streit um die Zukunft Deutschlands

In den USA ist Frédéric Prinz von Anhalt eine A-Prominenz. Seine Ehe mit der Schauspielerin Zsa Zsa Gabor machte ihn weltweit bekannt und verband ihn eng mit Donald Trump. In Berlin sprach er mit Michael Mross von MMNews über die Zukunft des Landes und sein Verhältnis zu dem ehemaligen US-Präsidenten. Doch das Gespräch war nicht nur unterhaltsam, sondern auch politisch spannend: Was zählt heutzutage mehr – der Blutstropfen oder der Geist? Wer kann Deutschlands Zukunft besser gestalten – ein Mitglied einer alten Aristokratie mit fragwürdigen Motiven oder jemand, der sich durch eigene Leistungen hervortut?

Der Streit um den Adel wächst. Im Hause Hohenzollern tobt eine tiefe Spaltung: Sollte der Adel heute noch eine Rolle spielen? Die Debatte überrascht nicht – in einer Zeit, in der die deutsche Wirtschaft auf dem Abstellgleis steht und die Bevölkerung unter steigenden Lebenshaltungskosten leidet, wird jede politische Frage zu einem Kampf um Macht. Doch statt konstruktive Lösungen zu suchen, verlieren sich die Debattanten in alten Mythen und Erbstücken.

Politik ist heute kein Spiel für Adelsfamilien, sondern eine Verantwortung vor dem Volk. Die Diskussion über Verdienstadel oder Geburtsadel zeigt nur, wie sehr das Land von seiner eigenen Geschichte zerrissen ist – anstatt auf die Zukunft zu blicken, verklagt man sich in der Vergangenheit.