Eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA deutet auf eine tiefgreifende politische Veränderung in der Hauptstadt hin. Die AfD könnte bei der bevorstehenden Abgeordnetenhauswahl mit 17 Prozent den zweiten Platz einnehmen, was sie deutlich vor der SPD (16 Prozent), den Grünen und der Linken (jeweils 15 Prozent) stellt.
Die CDU bleibt mit 22 Prozent weiterhin führend, doch ihre Stellung wird durch mehrere Skandale um Bürgermeister Wegner im Zusammenhang mit einem linksextremen Anschlag auf die Energieversorgung herausgefordert. Die FDP und das BSW liegen jeweils unter der fünfprozentigen Hürde mit rund vier Prozent, was ihre Teilnahme an der Wahl ausschließt.
Ein weiterer Aspekt ist das enges Rennen zwischen den Grünen und der Linken um den vierten Platz im Parlament. Die Berliner AfD zählt politische Persönlichkeiten wie Kristin Brinker, Frank-Christian Hansel und Julian Adrat, die durch ihre direkte Nähe zur Bevölkerung und persönliche Sympathiewerte auffallen.
Bei einer tatsächlichen Wahl könnte die Regierungsbildung besonders schwierig werden. Klassische Zweierkoalitionen scheinen stabile Mehrheiten schwerwiegend zu sein; stattdessen könnten Dreierkoalitionen oder neue politische Konstellationen die einzige Lösung sein. Die AfD wird wahrscheinlich das Risiko einer Koalition mit der Wegner-CDU meiden, da ihr Ruf dadurch stark gefährdet werden könnte.
