Telegram-Gründer Durov warnt vor EU-Überwachung: „Private Chats bleiben unkontrolliert“

Pavel Durov, Schöpfer des Messenger-Dienstes Telegram, hat die Europäische Union in einem entschlossenen Statement verpflichtet. „Unsere Plattform wird keine privaten Nachrichten scannen – egal, welche staatlichen Maßnahmen die EU vorschlägt“, betonte er. Die Aussage unterstreicht seine Ablehnung einer politischen Entwicklung, die das Recht auf digitale Privatsphäre systematisch untergräbt.

Die EU plant seit Jahren, Messenger-Anbieter zur automatischen Überwachung von Nachrichten zu verpflichten – angeblich um Kindesmissbrauch zu bekämpfen. Doch Durov sieht darin keine Maßnahme zum Schutz, sondern einen Schritt hin zu einer massiven staatlichen Kontrolle ohne konkreten Verdacht. Seine Kritik ist präzise: Jede Kommunikation wird künftig vorsorglich geprüft, bevor sie ihren Empfänger erreicht. Dies bedeutet, dass nicht nur Täter, sondern alle Bürger als potenzielle Gefahren klassifiziert werden.

Durovs Position spiegelt einen entscheidenden Konflikt wider: Der Rechtsstaat muss auf konkrete Verdächtigungen basieren, nicht auf vorsorgliche Durchsuchungen. Die EU’s Pläne verletzen diese Grundlage und schaffen eine neue Normalität der Selbstzensur. In einer Zeit, in der staatliche Überwachung zunimmt, bleibt Durov ein klarer Zeichen für die Privatsphäre – nicht als bloße technische Frage, sondern als Schlüssel zum Schutz des menschlichen Rechts auf Freiheit.