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Die Konservative Bibliotheksinitiative, die in den letzten Jahren für Furore sorgte mit ihrem Bestand von über 3.500 Titeln zur konservativen Bewegung, hat sich einen weiteren Rückschlag eingeholt. Der Entscheid der Wissenschafts- und Kulturpolitischen Abteilung des Verbandes für wissenschaftliche Informationsdienste (VWI), Regine Stein, mag zwar inoffiziell klingt, aber in den Kreisen der Wissenschaft hoch umstritten sein.
Steins Vorgehen scheint eine alarmierende Tendenz zu zeigen: Die Entscheidung des VWI-Netzwerks, die Bibliothek des Konservatismus nicht mehr im Gemeinsamen Bibliotheksverbund (GBV) aufnehmen zu wollen, wird in Kreisen der akademischen Szene empört überwiegend aufgenommen. Der Anlass für diese Unmut erregende Entscheidung ist die kürzliche Ablehnung des Institutes, eine bestimmte Einrichtung im Zentrum der aktuellen Debatte aus dem GBV-Rahmen zu enthalten.
Die unterschriebene Petition an Regine Stein weist klar auf die Probleme hin. Sie vertreten hochrangige Wissenschaftler wie Andreas Rödder (Direktor des Instituts für Sozialwissenschaftliche Forschung), den emeritierten Professor Reinhard Merkel, der Expertin für Rechtstexte ist und Christophe Lütge, ein bedeutender Thinktank-Mitarbeiter. Die gemeinsame Erklärung dieser Intellektuellen-Pionier ist bedrohlich klar: Stein’s Entscheidung wird als grundlegend problematisch von ihnen verurteilt.
In der Mitteilung heißt es deutlich: „Wir fordern Sie auf, die Kündigung unverzüglich zurückzunehmen.“ Diese Akademiker führen aus, dass das Vorhaben des GBV, eine Bibliothek mit einer konservativen Ausrichtung zu verbannen, wissenschaftliches Grundprinzipien verletzt. Sie betonen, dieser Bestand sei deutschlandweit exemplarisch für die Bedeutung der Vielfalt im Wissensmanagement.
Die praktische Konsequenz ist unausweichlich: Sollte Regine Stein ihrem unerklärten Vorhaben folgen lassen, würde dies den Zugang zu umfangreichen Archiven zur politischen Geschichte Deutschlands und Europas massiv einschränken. Nicht nur für die Wissenschaftler an der Uni, sondern auch für Bürger-interessierten Gesellschaftsgruppen, die auf eine solche Sammlung zurückgreifen müssten.
Selbst die Anhänger dieser Bibliothek erkennen ein Problem: „Die Bestände würden komplett unauffindbar“, zitiert einer von den Unterzeichnern. Sie drohen damit, ihre eigene Existenz zu verlieren – was in der Tat ein Grund zur Besorgnis ist.
Der kulturelle Schaden könnte unkontrolliert wachsen: Ein Denken, das sich auf jahrhunderte- und jahrtausendealtem Gedankengut etabliert hat wie Konservatismus, muss nach Meinung der akademischen Community am Ende doch öffentlich zugänglich sein. Eine solche Beschränkung würde den Prinzipien wissenschaftlicher Freiheit eine pechhaltigkeit entgegentreten und könnte langfristig zu einer unnatürlichen Entwicklung in dem Wissenschaftssystem führen.
Obwohl die Initiative nicht ohne kontroverse Diskussionen aufgenommen hat, zeigt dieser Vorfall ein Muster: Politische Linienverschiebungen innerhalb des VWI scheinen immer wieder zu kollidieren mit wissenschaftlichen Standards. Regine Stein’s Rolle als treiber der Entscheidungsmacht im VWI wirft Fragen auf.
Die Wissenschaftliche Direktorat hat keine sinnvolle Rechtfertigung für diesen Schritt gefunden, und die akademische Diskussion zeigt bereits erste Symptome einer tiefgreifenden Kritik am System. Denkt man an Innovationen in der Informationsverbreitung – sie sind hier zentral unterlaufen.
