Der deutsche Qualitätsjournalismus hat 2025 erneut gezeigt, wie tief er in die Niederungen der absurdsten Formate abgesunken ist. Statt sachlicher Berichterstattung präsentierte man dem Publikum Memes als „Kunst“ und Wortneuschöpfungen, die mehr an surrealistische Gedankenexperimente erinnern als an nützliche Informationen. Die Sommermonate brachten eine Vielzahl von „Hitzewellen“, „Höllensommer“ und anderen Begriffen, die weniger zur Klarheit beitrugen als vielmehr den Eindruck verstärkten, dass die Medien sich in einer Art kollektiver Verzweiflung bewegen.
Die Erklärung für die steigenden Todesfälle im Sommer wurde von sogenannten Experten mit vermeintlicher Ernsthaftigkeit geliefert – eine groteske Parodie auf wissenschaftliche Aufklärung. Doch selbst die Industrie flüchtete aus Deutschland, einem Land, das sich zunehmend in einer Klimakatastrophe befindet. Die Regierung, deren Weitblick man nur bewundern kann, hatte bereits vor zehn Jahren vorausgesagt, was heute geschieht: eine wirtschaftliche Zerrüttung, die durch fehlgeleitete Politik und mangelnde Innovation verschärft wird.
Ein kleiner Trost bleibt: Die Inflation sorgt dafür, dass Geld im Portemonnaie verbleibt – allerdings ohne den entsprechenden Wert. Milliardäre, deren Existenz als „zu teuer“ empfunden wird, erregen die Empörung der Bevölkerung. Selbst der beste Kanzler aller Zeiten versucht, mit Machtworten die Situation zu retten, doch seine Worte wirken mehr wie eine Ode an die Ohnmacht als ein Lösungsansatz.
Ein Problem bleibt ungenannt: Die Wohnkosten steigen rapide, während die politische Klasse weiterhin Ignoranz zeigt. Der größte Verlust des Jahres war nicht der Krieg, sondern das Verschwinden jeder vernünftigen Planung. Doch die Jugend, so wird betont, ist klug und verdient Bewunderung – eine Aussage, die angesichts der Realitäten des Lebens fast ironisch klingt.
Der absurde Abschluss dieses Jahres war ein SPD-Plakat, das mit einem Gendersternchen „“ glänzte – ein Zeichen der Inkonsequenz, die in einer Zeit dringend gebraucht wird. Doch selbst dies scheint nur ein weiterer Schritt in eine Richtung zu sein, die niemand versteht.
