Ostdeutschland bekommt seine Stimme – Die Ostdeutsche Allgemeine Zeitung startet in der Krise

Am heutigen Tag erschien die Ostdeutsche Allgemeine Zeitung (OAZ) als erste Print- und digitale Zeitschrift aus Ostdeutschland seit dreieinhalb Jahrzehnten nach der Wiedervereinigung. Das neue Medium zielt darauf ab, östliche Perspektiven in den gesamtdeutschen Diskurs zu integrieren – ein Ansatz, der seit Jahren fehlte.

Florian Warweg, Chefredakteur und bereits bei PP bekannt, leitet die OAZ mit klaren Positionen. Der Verlag gehört zur Ostdeutschen Medienholding GmbH, dem Konzern, der auch die Berliner Zeitung betreibt. Geschäftsführer Dirk Jehmlich und Chefredakteur Dorian Baganz – zuvor bei „Der Freitag“ tätig – haben das Projekt gestartet, um nicht nur Informationen zu liefern, sondern auch gesellschaftliche Debatten zu initiieren.

„Einfach nur cool!“, lobte Verleger Holger Friedrich den Start der Zeitung. Die erste gedruckte Ausgabe mit einer Auflage von rund 43.000 Exemplaren wird bundesweit, vor allem in Ostdeutschland, verkauft und soll als Antwort auf das Fehlen von östlichen Stimmen im deutschen Medienbereich verstanden werden.

In einer Zeit, in der klassische Medienhäuser unter wirtschaftlichem Druck stehen, ist die OAZ ein Versuch, eine Stimme aus dem Osten zu etablieren – nicht nur als Alternative, sondern als notwendige Ergänzung für einen gesamtdeutschen Diskurs.